Die Ausgabe 4.2026 des FeuerTrutz Magazins ist am 26. August 2026 erschienen.
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Aus dem Inhalt der Ausgabe 4.2026:
Brennpunkt
FeuerTrutz 2026: Das Sommermärchen geht weiter
Bei der diesjährigen FeuerTrutz trafen ein hellblauer Himmel und eine strahlend gelbe Sonne auf ein feuriges Rot. Dieses Farbenspiel prägte die internationale Fachmesse mit begleitendem Brandschutzkongress, die am 24. und 25. Juni im Nürnberger Messezentrum stattfand. 248 ausstellende Unternehmen und rund 6.900 Fachbesucher:innen verfolgten ein gemeinsames Ziel: den Brandschutz von morgen gestalten.
FeuerTrutz Award: Das sind die Gewinner 2026
Zum 16. Mal zeichnete FeuerTrutz die beliebtesten Produkte im Brandschutz mit dem Award „Produkt des Jahres“ aus. Die Leser des FeuerTrutz Magazins und die diesjährige Fachjury, bestehend aus Prof. Dr. Jörg Reintsema, Joachim Müller, Dipl.-Ing. Ingo Heinsch und Frank Pypers, kürte die Siegerprodukte 2025 in drei Kategorien. Die Preisverleihung fand am 24. Juni in Nürnberg im Rahmen der FeuerTrutz Fachmesse mit Kongress statt.
Konzept
Brandschutzkonzept: Schule in Aschheim
Holz prägt den neuen Schulcampus Aschheim und verbindet Klimaschutz mit einem anspruchsvollen Brandschutzkonzept. Der Beitrag zeigt, wie sich offene Lerncluster, sichtbare Holzoberflächen und großflächige Versammlungsbereiche mit aktuellen Richtlinien wie MSchulbauR und MHolzBauRL vereinbaren lassen. Er erläutert Abweichungen, Nachweise und konstruktive Details. Das Projekt ist ein Beispiel für risikogerechte Lösungen im Schulbau der Gebäudeklassen 4 und 5.
(Dr. Mandy Peter, Laura Burghart, M.Eng.)
Fokus
Interview: „Brandmeldeanlagen werden zu inflationär verwendet“
Falschalarme durch Brandmeldeanlagen binden Einsatzkräfte und erhöhen das Risiko von Alarmmüdigkeit. Die Redaktion sprach mit Jonas Schwering und Matthias Trost, beide Abteilung Vorbeugender Brandschutz bei der Feuerwehr Frankfurt am Main, über statistische Daten, Ursachen und Folgen von Falschalarmen sowie Verbesserungsvorschläge für die Zukunft, um Falschalarme bei BMA zu reduzieren.
(Jonas Schwering, M.Eng., Matthias Trost)
Falschalarme in der Brandmeldetechnik
Falschalarme bleiben trotz des technischen Fortschritts eines der hartnäckigsten Probleme der Brandmeldetechnik. Sie binden weiterhin Einsatzkräfte und schwächen die Akzeptanz von Alarmierungen. Der Beitrag zieht technologieübergreifende Rückschlüsse für die Brandmeldetechnik und erläutert die wesentlichen Erkenntnisse aus der EUSAS-Konferenz zu Falschalarmen im März 2026.
(Dr.-Ing. Oliver Linden)
Urteil zu Brandschutzmängeln in Galvanikbetrieb
Wie das Verwaltungsgericht die Erforderlichkeit einer Brandmeldeanlage mit Galvaniken als „Orten gesteigerter Brandgefahr“ unter Berufung auf TRGS und ASR begründet und die Anordnung einer automatischen Anlage mit direkter und unmittelbarer Aufschaltung auf die Feuerwehr für Stand der Sicherheitstechnik und trotz des Kostenrisikos der Betreiberin bei Fehlalarmen für verhältnismäßig hält.
(Dr. Thomas Wilrich)
Planung
Schnittstelle Tragwerksplanung und Brandschutz
Bauprojekte sind nicht kompliziert – sie sind komplex. Unterschiedliche Fachdisziplinen, hoheregulatorische Anforderungen, lange Projektlaufzeiten sowie früh zu treffende Festlegungen mit erheblicher Tragweite prägen heutige Planungsprozesse. Besonders anspruchsvoll ist dabei die Schnittstelle zwischen Tragwerksplanung und Brandschutz.
(Prof. Dr.-Ing. Birgit Volk, Dipl.-Ing. (FH) Ralf Galster)
Schnittstellen zwischen Brandschutzkonzept und Fachplanung Anlagentechnik
Brandschutzkonzepte stoßen in komplexen Sonderbauten an Grenzen und müssen klar von der Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung abgegrenzt werden. Wiederkehrende Diskussionen unter Fachleuten betreffen z. B. die Anwendung von Begriffen, die Verwendung von Begriffen in Regelwerken, inhaltliche Definition von Begriffen, variierende Interpretationen synonym angewendeter unterschiedlicher Begriffe und die Verbindlichkeit verschiedener Regelwerke.
(Dipl.-Ing. (FH) Frank Lucka)
Baulicher Brandschutz
Anwendung von Bauprodukten und Bauarten im Bestand – Teil 2
Nachdem im ersten Teil des Beitrags die gesamte Bandbreite des möglichen Einsatzes von Bauprodukten und Bauarten in bestehenden Gebäuden oder Bauteilen erläutert wurde, befasst sich der zweite Teil nun detailliert mit dem richtigen Umgang beim Erklären einer nicht wesentlichen Abweichung, was von Errichtern von Bauprodukten oder Bauarten sehr häufig bei Bestandssituationen verlangt wird. Darüber hinaus werden solche Fälle dargestellt, bei denen entweder eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) oder eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung (vBG) erforderlich wurde.
(Prof. Dr.-Ing. habil. Gerd Geburtig)
Organisatorischer Brandschutz
Der strategische Mehrwert der Brandverhütungsschau
Der vorbeugende Brandschutz in Deutschland ruht auf behördlichen Säulen, die im Ernstfall das Überleben von Menschen und den Erhalt von Sachwerten sichern. Ein zentrales und hochwirksames Instrument der zuständigen Landkreise und Kommunen ist dabei die regelmäßige Überprüfung von Sonderbauten vor Ort. Ob dieses Verfahren im jeweiligen Bundesland nun als Brandverhütungsschau (BVS), Gefahrenverhütungsschau (GVS) oder Brandschau (BS) definiert ist: Das Ziel bleibt identisch. Die Behörden identifizieren Brandgefahren in besonders gefährdeten Objekten, um Gefahren für die öffentliche Sicherheit abzuwenden.
(Norbert Benjamin Kilb, B.Sc.)
Dynamische Fluchtweglenkung für mehr Sicherheit und Benefit
Im Zentrum des Beitrags steht eine entscheidende Fragestellung, die in jeder sicherheitsrelevanten Betrachtung maßgeblich ist: Welche Fluchtwege stehen im Ereignisfall tatsächlich zuverlässig zur Verfügung? Der Betrachtungsrahmen konzentriert sich dabei insbesondere auf Gebäude mit Brandmeldeanlage.
(Hana Landfried)
Recht
Baugenehmigung für brandschutzwidrige Dachterrasse
OVG NRW, Urteil vom 2. Juli 2025 – 7 A 1822/23 –, juris. Erläuterung des Sachverhalts, des Urteils und der Folgen. (RA Stefan Koch)
Weitere Inhalte in dieser Ausgabe:
- Neu geregelt: Übersicht neuer Normen, Normentwürfe, Richtlinien und Verordnungen
- Systematische Bekleidungsplanung nach MHolzBauRL 2024“: Ergänzender Hinweis von Hanno Werning
- Brandschutz wirkt: Wie organisatorischer Brandschutz die Einsatzführung unterstützt
- Verbandsmitteilungen des DIvB und der VdBP
- Übersicht zu Veranstaltungen und Weiterbildungen
- Neuigkeiten aus der Brandschutzbranche
Gefahrgutlager in Holzbauweise
In Ahrensburg (Schleswig-Holstein) wurde erstmalig in Deutschland ein Gefahrgutlager in Holzbauweise umgesetzt - ein Meilenstein im modernen Holzbau. Die besondere Gebäudetypologie unterliegt höchsten Anforderungen an den Brandschutz, was die Planung und Ausführung maßgeblich prägte.
Wiederverwendung von Brandschutzelementen
Nachhaltigkeit ist auch am Bau ein zentrales Thema – und macht vor dem Brandschutznicht halt. Doch lässt sich bei einem ausgebauten, gebrauchten Bauteil überhaupt noch belastbar nachweisen, dass es seine brandschutztechnischen Eigenschaften erfüllt? Das Interview beleuchtet geeignete Bauteile und deren Grenzen, regulatorische Grauzonen sowie offene Haftungsfragen.
Interview: Was macht ein gutes Brandschutzkonzept aus?
Im Interview erklärt Daniel Anwander, warum ein rechtskonformes Brandschutzkonzept nicht automatisch auch ein gutes ist. Er zeigt, wie fehlende Fachkompetenz, unklare Schutzzieldefinitionen und mangelnde Kommunikation mit Bauherren zu Qualitätsmängeln führen können. Zudem benennt er zentrale Stellschrauben für diePraxis – von der sorgfältigen Bauausführungbis zu Vorschlägen für ein schlankeres, einheitlicheres Prüfverfahren.
